Mitten auf der Kreuzung kollidierst Du mit einem anderen Wagen – wer die Schuld daran trägt, ist auf den ersten Blick nicht klar. Hättest Du das andere Auto vor dem Abbiegen sehen müssen oder hat Dir der Fahrer einfach die Vorfahrt genommen?
In einem solchen Fall kann eine Dashcam Klarheit schaffen: Hast Du den Unfall über eine solche Kamera aufgezeichnet, ist deutlich zu sehen, wer den Crash verursacht hat. Doch Autofahrer:innen fragen sich oft, ob die Nutzung einer Dashcam erlaubt ist – und ob sie vor Gericht zur Klärung des Unfallablaufs akzeptiert wird. Wir geben Dir den Überblick zur Nutzung von Dashcams in Deutschland und Österreich.
Auf einen Blick:
- Dashcams sind kleine Kameras an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett, die während der Fahrt aufzeichnen
- Der BGH hat entschieden: Eine Dashcam ist als Beweismittel vor Gericht zulässig
- Wenn Du eine Dashcam nutzt, musst Du den Datenschutz einhalten – achte dabei auf die richtigen Einstellungen Deiner Kamera
- Gute Kameras sorgen automatisch dafür, dass Du nicht gegen die Vorschriften verstößt
Dashcams in Deutschland erlaubt?
Wie bei Dashcams die Rechtslage ist, war lange umstritten. Darf man die gesamte Fahrt filmen, darf man die Aufnahmen speichern, kann man sie sogar vor Gericht verwenden? Das war viele Jahre unklar, 2018 hat der Bundesgerichtshof entschieden: Die Aufnahmen aus Dashcams können in einem Unfallhaftpflichtprozess als Beweismittel gelten. (Az.VI ZR 233/17). Das gilt auch, wenn es sich um eine permanente und anlasslose Aufzeichnung handelt. Gleichzeitig wies das Gericht darauf hin, dass eine solche dauerhafte Aufnahme nicht erforderlich sei, um Beweise zu sichern und sie deshalb gegen den Datenschutz verstoße.
Ist eine Dashcam legal, trotz DSGVO?
Die aktuellen Datenschutzregeln sind also das Problem bei der Dashcam-Benutzung. Denn eine dauerhafte und anlasslose Aufzeichnung des Straßenverkehrs und vor allem das langfristige Speichern dieser Szenen verstößt gegen die Datenschutzgrundverordnung (Art. 6 DSGVO, § 4 BDSG). Was bedeutet das für Dich als Autofahrer?
Du solltest die Aufnahmen der Dashcam nicht dauerhaft speichern und vor allem niemals ohne Einverständnis der gefilmten Personen veröffentlichen. Gute Dashcams unterstützen Dich dabei, alle Vorschriften einzuhalten. Sie zeichnen in Schleifen auf, (Loop Recording). Meistens kannst Du eine Dauer zwischen einer und zehn Minuten einstellen, danach werden diese Aufnahmen wieder überschrieben.
Dashcams und Unfallaufnahmen
Nur im Falle eines Unfalls läuft das anders: Dann kannst Du die Überschreibung manuell oder durch den sogenannten G-Sensor, der die Kollision automatisch erkennt, verhindern. So speicherst Du eine Aufnahme des Unfalls und kannst mit Hilfe dieser Szenen rekonstruieren und belegen, wer den Crash verursacht hat.
Du kannst Dich zusätzlich absichern, wenn Du andere Autofahrer darauf hinweist, dass Du eine Dashcam nutzt. Das kann durch Aufkleber an den Autoscheiben passieren, die zum Beispiel bei Dashcams wie der TravCa Dash 360 bereits im Lieferumfang enthalten sind.
Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich
Was bei einer Dashcam in Deutschland gilt, ist nun klar. Doch wie sieht es aus, wenn Du mit Auto und Dashcam in Österreich unterwegs bist? Auch hier gelten die Regeln der DSGVO und alle Fakten zum Datenschutz, die wir bereits erläutert haben.
Bist Du in einen Unfall verwickelt, ist die Rechtslage zu Dashcams in Österreich anders als in Deutschland. Laut ÖAMTC darfst du die Aufnahmen der Kamera nur benutzen, um Deine eigene Unschuld zu belegen – und nicht, um die Straftaten von anderen Fahrern zu beweisen. Aufnahmen für rein private Zwecke mit der Dashcam sind in Österreich erlaubt, solange es sich nicht um eine systematische Überwachungstätigkeit oder um bewusstes Sammeln von Beweismaterial handelt.
Fazit zu Dashcams
Du darfst eine Dashcam im Auto benutzen und die Aufnahmen sogar vor Gericht als Beweismittel einsetzen. Allerdings musst Du den Datenschutz beachten: Kaufe eine Dashcam mit Loop Recording und G-Sensor, die dafür sorgt, dass die Aufnahmen nicht dauerhaft gespeichert werden – es sei denn, es kommt zu einem Unfall. So bist Du auf der sicheren Seite und kannst die Fahrt mit deinem Auto samt Dashcam in vollen Zügen genießen.
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